27. März 2009

Weniger private Waffen in Deutschland!

Die Katastrophe von Winnenden hat Günter Gloser erschüttert. Er glaubt, dass man Konsequenzen ziehen und die immense Zahl von Waffen in privatem Besitz einschränken muss. Auf der Europäischen Ebene sorgt er sich über den Sturz der Regierung in Tschechien, weil das Land gerade die Präsidentschaft der EU innehat. Und daheim in Mittelfranken freut er sich über den Baubeginn der Ortsumgehung Lehrberg, für die er lange gekämpft hat.

2 Kommentare | Eigenen Kommentar schreiben?

  • 1. Bernd Reinhold  |  6. Mai 2009

    Ich habe einen guten Bekannten, der sich in seiner Freizeit als Sportschütze betätigt und vollstes Verständnis für weitere amtliche Überwachungen in der Aufbewahrung von Sportwaffen hat.
    Er fühlt sich als einer der Sündenböcke der Nation, wenn irgend ein Mensch mit Zugang zu Sportwaffen durchdreht.
    Hier muss der Politiker mit Augenmaß arbeiten, denn alle über einen Kamm zu scheren, würde für die SPD zwei Millionen weniger Wähler bedeuten, sollten großkalibrige Waffen auf ihre Initiative hin verboten werden. Medien stürzen sich auf einschlägige Vorfälle gezielt und Politiker schlagen mit zu, um die Volksseele anscheinend zu beruhigen.
    Hilft die Einschränkung privater Waffen von Sportschützen, wenn viele dieser Waffen im illegalen Bereich weiterhin unkontrollierbar unter Kriminellen kursieren?
    Letztlich nehme ich einen hinkenden Vergleich:
    Niemand verbietet die Teilnahme am Verkehr mit einem Kfz, weil damit -wie es täglich geschieht -unbeteiligte Menschen zu Tode kommen können.

  • 2. sGoetz  |  7. Mai 2009

    Sehr geehrter Herr Reinhold,

    die Argumente der Sportschützen kenne ich natürlich auch aus meinem eigenen Wahlkreis sehr gut und nehme sie auch ernst. Auch haben Sie Recht, dass vor allem die Verbreitung von illegalen Waffen bekämpft werden muss. Deshalb ist ja nun noch einmal eine Amnestieregelung vorgesehen, die es Besitzern von nicht registrierten Waffen ermöglicht, diese straffrei abzugeben und damit aus dem Verkehr zu ziehen. Das hat sich als wirksames Mittel gezeigt – auch wenn es kein Allheilmittel ist.

    Die Tragik liegt leider darin, dass bei der Tragödie von Winnenden eben legale und registrierte Waffen benutzt worden sind. Das Problem sind also keinesfalls nur die illegalen Waffen!

    Die neuen Regelungen, die jetzt zwischen SPD und CDU/CSU vereinbart worden sind, werden in den Beratungen der beteiligten Ausschüsse noch einmal eingehend geprüft. Dabei kommen auch die Interessen der Sportschützen noch einmal zu Wort. Ich bin mir sicher, dass sie am Ende mit dem Ergebnis in der Sache gut leben können. Es geht nicht um Diffamierung von Sportlern. Darum darf es auch nicht gehen. Es geht um eine sehr konkrete Sicherheitsfrage, die wir bestmöglich beantworten müssen.

    Richtig finde ich es, dass realistische Kampfspiele wie Paintball und Laserdom verboten werden sollen. Wir sollten es nicht zulassen, dass in realen Rollenspielen das Töten geübt, perfektioniert und belohnt wird.

    Ich hoffe, ich habe Ihre Frage damit beantwortet.

    Mit freundlichen Grüßen

    Günter Gloser

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© Günter Gloser - Staatsminister für Europa, 2011