Die Bundestagswahl steht unmittelbar bevor. Günter Gloser sieht eine Trendwende in der Stimmung der Menschen, die ihm im Wahlkampf begegnen. Auch der Auftritt von Frank-Walter Steinmeier in Nürnberg habe viele interessierte Nürnberger/innen beeindruckt. Trotz der guten Stimmung gibt er zu: Alle sind froh, wenn der Wahlkampf am Sonntag – hoffentlich mit Erfolg für die SPD – abgeschlossen werden kann! Wenig beeindruckt zeigt er sich hingegen von erneuten Versuchen von Euro-Skeptikern in Großbritannien und Tschechien, den Vertrag von Lissabon doch noch zu verhindern. Auch ein Blick etwas weiter zurück ist beim letzten FreitagsGloser vor den Wahlen erlaubt: Günter Gloser verrät, was ihm aus den letzten vier Jahren am meisten in Erinnerung geblieben ist…
Günter Gloser zeigt sich erschüttert über den gestrigen Schulanschlag von Ansbach. Aus Brüssel, wo er am Montag beim Rat der Außenminister war, berichtet er von den aktuellen Diskussionen über die Wahlen in Afghanistan und die Menschenrechtslage im Iran. Belustigt zeigt er sich über den Beitrag des BR-Magazins „Quer“ zu seinem Wahlkampffilm „Für eine Handvoll Stimmen“ (Der Beitrag von „Quer“ soll ab Freitagmittag auf der BR-Homepage abrufbar sein). Schließlich berichtet er ganz aktuell von seinem heutigen Gespräch bei Quelle, wo er gemeinsam mit Bundesminister Olaf Scholz Möglichkeiten sondierte, die von Arbeitslosigkeit bedrohten Quelle-Mitarbeiter zu unterstützen. Abschließend kommentiert Günter Gloser das Atom-Dementi* von Herrn Seehofer wie folgt: “Ich glaube ihm nicht.”
*Heute berichtete die “ZEIT”, das nach dem CDU-geführten BMBF nun auch das CSU-geführte BMWi Gutachten in Auftrag gegeben hat, die die Zukunftsfähigkeit neuer Atomkraftwerke belegen sollen. Seehofer hatte trotzdem dementiert, dass die CSU neue Atomkraftwerke bauen wolle.
Zum heutige Amoklauf in Ansbach erklärt der Staatsminister im Auswärtigen Amt Günter Gloser MdB:
„Mit Bestürzung habe ich die Nachricht über die Ereignisse am Gymnasium Carolinum erfahren. Es ist schrecklich, dass wieder ein junger Mensch an einer Schule meinte, sich in der entsetzlichen Form eines Amoklaufs zur Geltung bringen zu müssen und mörderischem Hass freien Lauf ließ.
Mein Mitgefühl gehört den Verletzten. Ich wünsche Ihnen von Herzen rasche Genesung und völlige Wiederherstellung.
Ich danke der Polizei und den Hilfskräften für ihr offensichtlich rasches und kluges Handeln.
Ich hoffe, dass kein Politiker jetzt der Versuchung erliegt, dieses schreckliche Ereignis wenige Tage vor der Bundestagswahl mit voreiligen Forderungen oder allbekannten Argumenten instrumentalisieren zu wollen.“
Günter Gloser berichtet über seine Gespräche beim Fastenbrechen mit der islamischen Gemeinde in Nürnberg. Außerdem kommentiert er den schwarz-gelben Dauerstreit in der bayerischen Landesregierung, die Kritik an Deutschland nach den Luftangriffen auf Tanklastwagen in Afghanistan und die öffentliche Reaktion auf den Wahlkampf-Spot “Für eine Handvoll Stimmen“.
Im Bundestag ging es am Mittwoch hoch her: Die CSU stimmte im Europaausschuss mit der Linken. Günter Gloser war als Staatsminister für Europa dabei und schildert seine Eindrücke. Außerdem wundert er sich über das “Modell” schwarz/gelb, das schon in Bayern nicht funktioniert, aber trotzdem auf den Bund übertragen werden soll. Und er erzählt von seinen Gesprächen beim Straßenwahlkampf und seinem neuen Filmprojekt “Für eine Handvoll Stimmen“…