Günter Gloser ist an diesem Montag auf dem Weg von Nürnberg nach Luxemburg, um zum letzten Mal in seiner Funktion als Staatsminister für Europa am Rat der Außen- und Europaminister teilzunehmen. Was steht dort auf der Tagesordnung? Außerdem gibt er seine Einschätzung zum Ergebnis der Koalitionsverhandlungen und erläutert, wie es ganz konkret in den nächsten Tagen mit dem Politikbetrieb weitergehen wird.
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Günter Gloser ärgert sich über den Begriff “Kassensturz” bei den Koalitionsverhandlungen – schließlich habe die FDP ja seit vier Jahren den Vorsitz im Haushaltsausschuss innegehabt. Über die Rücktrittsforderungen an Herrn Seehofer kann er sich aber nicht recht freuen, verweist lieber auf die eigenen Hausaufgaben der SPD. Schließlich verrät er den Hörer/innen des “FreitagsGloser” noch, womit er die iranische Führung in Teheran so verärgerte, dass dort sogar der deutsche Geschäftsträger zu einem Gespräch einbestellt wurde.
Wie bewertet Günter Gloser das neue Personaltableau der SPD-Spitze? Was sagt er zur Kritik am Verfahren, das zu diesem Personalvorschlag geführt hat? Wie lange bleibt Günter Gloser nach der Wahlniederlage seiner Partei noch als Staatsminister im Amt? Welche Aufgaben nimmt er jetzt noch wahr? Wie war die Stimmung bei der letzten Kabinettssitzung und beim Abendessen der Kabinettsmitglieder mit der Kanzlerin? Und warum konnte der diesjährige Träger des Menschenrechtspreises aus dem Iran seine Ehrung nicht selbst entgegennehmen? Antworten auf diese Fragen von Günter Gloser kurzgefasst in ’5:18 Minuten.
Die SPD hat die Bundestagswahl verloren – wie hat Günter Gloser den Wahlabend erlebt? Wie war die Stimmung in der ersten Fraktionssitzung – gemeinsam mit den ausscheidenden Kolleg/innen? Wie groß ist die Unterstützung für den neu gewählten Oppositionsführer? Gibt es einen Linksruck? Und welche Themen will Günter Gloser als Abgeordneter im Bundestag in den nächsten vier Jahren bearbeiten? Antworten gibt Günter Gloser in seinem persönlichen Wochenrückblick.
Die Bundestagswahl steht unmittelbar bevor. Günter Gloser sieht eine Trendwende in der Stimmung der Menschen, die ihm im Wahlkampf begegnen. Auch der Auftritt von Frank-Walter Steinmeier in Nürnberg habe viele interessierte Nürnberger/innen beeindruckt. Trotz der guten Stimmung gibt er zu: Alle sind froh, wenn der Wahlkampf am Sonntag – hoffentlich mit Erfolg für die SPD – abgeschlossen werden kann! Wenig beeindruckt zeigt er sich hingegen von erneuten Versuchen von Euro-Skeptikern in Großbritannien und Tschechien, den Vertrag von Lissabon doch noch zu verhindern. Auch ein Blick etwas weiter zurück ist beim letzten FreitagsGloser vor den Wahlen erlaubt: Günter Gloser verrät, was ihm aus den letzten vier Jahren am meisten in Erinnerung geblieben ist…
Günter Gloser zeigt sich erschüttert über den gestrigen Schulanschlag von Ansbach. Aus Brüssel, wo er am Montag beim Rat der Außenminister war, berichtet er von den aktuellen Diskussionen über die Wahlen in Afghanistan und die Menschenrechtslage im Iran. Belustigt zeigt er sich über den Beitrag des BR-Magazins „Quer“ zu seinem Wahlkampffilm „Für eine Handvoll Stimmen“ (Der Beitrag von „Quer“ soll ab Freitagmittag auf der BR-Homepage abrufbar sein). Schließlich berichtet er ganz aktuell von seinem heutigen Gespräch bei Quelle, wo er gemeinsam mit Bundesminister Olaf Scholz Möglichkeiten sondierte, die von Arbeitslosigkeit bedrohten Quelle-Mitarbeiter zu unterstützen. Abschließend kommentiert Günter Gloser das Atom-Dementi* von Herrn Seehofer wie folgt: “Ich glaube ihm nicht.”
*Heute berichtete die “ZEIT”, das nach dem CDU-geführten BMBF nun auch das CSU-geführte BMWi Gutachten in Auftrag gegeben hat, die die Zukunftsfähigkeit neuer Atomkraftwerke belegen sollen. Seehofer hatte trotzdem dementiert, dass die CSU neue Atomkraftwerke bauen wolle.
Zum heutige Amoklauf in Ansbach erklärt der Staatsminister im Auswärtigen Amt Günter Gloser MdB:
„Mit Bestürzung habe ich die Nachricht über die Ereignisse am Gymnasium Carolinum erfahren. Es ist schrecklich, dass wieder ein junger Mensch an einer Schule meinte, sich in der entsetzlichen Form eines Amoklaufs zur Geltung bringen zu müssen und mörderischem Hass freien Lauf ließ.
Mein Mitgefühl gehört den Verletzten. Ich wünsche Ihnen von Herzen rasche Genesung und völlige Wiederherstellung.
Ich danke der Polizei und den Hilfskräften für ihr offensichtlich rasches und kluges Handeln.
Ich hoffe, dass kein Politiker jetzt der Versuchung erliegt, dieses schreckliche Ereignis wenige Tage vor der Bundestagswahl mit voreiligen Forderungen oder allbekannten Argumenten instrumentalisieren zu wollen.“