3. Sommerakademie „Europa macht Schule!“ vom 02. bis 05. September 2008
Die Teilnahme der Sommerakademie 2008
Gemeinsam neue Wege zu beschreiten war das Ansinnen meiner 3. Sommerakademie, die heuer vom 02. bis 05. September 2008 in der Galerie Röver in Nürnberg stattfand. Unter dem Motto „Europa macht Schule!“ sollte Europa-Wissen diesmal weniger theoretisch vermittelt, als vielmehr praktisch erarbeitet werden. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Nürnberger Schulen in Workshops und Einzelprojekten selbst aktiv:
So erarbeiteten sie sich eingangs mittels sog. Geschichtskarten die europäische Einigungsgeschichte. Anschaulich konnten die Jugendlichen so nachvollziehen, dass am Anfang eine großartige Idee stand: Die Vergemeinschaftung der kriegswichtigen Schwerindustrie sollte die wirtschaftliche und politische Integration immer weiterer Bereiche nach sich ziehen und so dem europäischen Kontinent dauerhaften Frieden und Wohlstand bringen. Die Rechnung ging auf: Ausgehend von den sechs Gründungsländern Deutschland, Frankreich, Italien und den Benelux-Staaten erweiterte sich die EG/EU nach und nach auf heute 27 Mitgliedsländer, die in Frieden und Freiheit zusammenleben. Mehrere Vertragsrevisionen führten zu einer immer weiteren Vertiefung der politischen wie wirtschaftlichen Integration.
Nachfolgend schlossen sich die Jugendlichen in Stadtteil-Gruppen zusammen und sammelten erste Ideen, wie sie die Europäisierung ihrer Heimatstadt erforschen und anschaulich machen könnten („Wie europäisch ist eigentlich Nürnberg?“).
Anderntags erarbeiteten sich die Jugendlichen in Rollenspielen die wichtigsten EU-Institutionen, indem sie selbst in die Rollen von EU-Kommissaren, europäischen Parlamentarierinnen oder Regierungschefs schlüpften.
Sehr lebhaft verliefen die Diskussionsrunden, in denen die Jugendlichen über Vor- und Nachteile der europäischen Integration für junge Menschen bzw. Arbeitnehmer/innen debattierten. Ihre Ergebnisse fassten die Schüler/innen in 10-Punkte-Tafeln zusammen, die sie als Wahlaufrufe zur Europa-Wahl gestalteten.
Beim Unternehmensbesuch bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) machten sich die Jugendlichen ein Bild von einem europa- und weltweit tätigen Nürnberger Unternehmen und informierten sich über europäische Marktforschung. Auch ein Redaktionsbesuch stand auf dem Programm: Die Redaktionskonferenz der Nürnberger Zeitung und die anschließende Führung durch die hauseigene Druckerei war sicherlich ein Highlight der diesjährigen Sommerakademie. Krönend der Abschluss: Ein Besuch des mit EU-Fördermitteln erbauten Südstadtforums zeigte die sinnvolle Verwendung von EU-Fördergeldern. Das Südstadtforum ist eine zentrale Anlaufstelle mit Angeboten und Dienstleistungen für Kinder und Jugendliche, Familien, Migrant/innen und Senior/innen im Stadtteil. Dort präsentierten die Jugendlichen auf höchst kreative Weise die Ergebnisse ihrer Projektarbeit „Wie europäisch ist Nürnberg?“. Europäische Bezüge in Stadtteilen wie Eibach, Langwasser oder Gostenhof wurden spielerisch, künstlerisch und sogar musikalisch dargeboten. Anhand der Verkehrsinfrastruktur der Metropolregion Nürnberg stellte eine Gruppe fest, dass Nürnberg bezüglich Straßen-, Schienen-, Schiffs- und Luftverkehr ein zentraler europäischer Verkehrsknotenpunkt ist.
Die Schüler/innen haben in ihren Sommerferien also „hart“ gearbeitet – aber natürlich auch ordentlich gefeiert! Bei einem abendlichen Abschlussfest ließen wir die Sommerakademie bei Bratwürsten und Lagerfeuer fröhlich ausklingen.
Einmal mehr hat mich die Arbeit und Diskussion mit Jugendlichen im Rahmen der Sommerakademie sehr bereichert, inspiriert und motiviert, meine europapolitische Tätigkeit mit Herzblut und neuen Ideen weiterzuverfolgen.
Bei Interesse an dem Projekt können Sie sich gerne mit meinem Wahlkreisbüro in Verbindung setzen.