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Mein Buchtipp |
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Hier stelle ich Ihnen in loser Folge einige meiner Lieblingsbücher vor. Denn ich lese leidenschaftlich gerne. Leider bleibt dazu viel zu wenig Zeit. Um diesen Mangel zu kompensieren kommt es schon mal vor, dass ich mehrere Bücher parallel lese…
Jetzt erscheinen sie wieder die wunderbaren Vorschläge für die Ferienlektüre. Zugegeben, die Ferienzeit reicht nicht dafür aus… |
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Das Haus der Rajanis von Alon Hilu |
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Die aktuellen Entwicklungen in Syrien lassen in den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern in der öffentlichen Wahrnehmung etwas in den Hintergrund treten. Man muss kein Hellseher sein um zu prognostizieren, dass sich die Weltöffentlichkeit ihm in den kommenden Wochen wieder mehr zuwenden wird, da die palästinensische Regierung angekündigt hat, die völkerrechtliche Anerkennung des Staates Palästina zu beantragen. Der Schritt ist umstritten.
Umstritten war auch die Landnahme durch jüdische Siedler am Ende des 19. Jahrhunderts in Palästina. In dem Roman von Alon Hilu zeichnet sich der aufziehende Konflikt ab. Es geht um das Haus der Rajanis, einer arabischen Familie. Und eigentlich fängt ja alles friedlich an. Es ist die Freundschaft zwischen dem jüdischen Siedler Luminsky und dem muslimischen Jungen Salach und - noch intensiver - zu dessen Mutter Afifa.
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Das finstere Tal von Thomas Willmann |
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Der Leser taucht ein in die ganz andere Welt einer scheinbar archaischen Dorfgemeinschaft. Es ist vor allem die Sprache des Autors, die den Leser wie auf eine Zeitreise mitnimmt und in ein scheinbar von der Außenwelt abgeschiedenes Hochtal in den Alpen entführt.
Unter den Bewohnern des Tals herrscht Ordnung; Ordnung, die eine Familie im Tal vorgibt und der sich die Anderen unterzuordnen haben. Nur der Fremde, Greider, findet sich nicht damit ab und kämpft gegen die herrschende Männerclique, die Brenner-Sippe, sechs Brüder samt deren Vater. Greider nimmt Rache, letztlich ist er also ein Befreier der Unterdrückten. Doch er bleibt ein Fremdkörper in dem Tal. Warum? Weil er die Ordnung zerstört hat, auch wenn diese fragwürdig und grausam gewesen sein mag.
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Zeitoun von David Eggers |
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Im French Quarter von New Orleans herrschte wie immer ausgelassene Stimmung, Studenten feierten ihren Abschluss und in einer Kneipe durfte ein Dreizehnjähriger spontan in einer Band mitspielen. Das war im Juli/August 1997 und ich hatte einen Traum erfüllt bekommen: im Rahmen einer dreiwöchigen Einladung der amerikanischen Botschaft konnte ich ein Wochenende in New Orleans verbringen. In der Stadt, in der der wunderbare Film "Big Easy" spielt, in der Stadt des Blues und der Cajun-Musik. Und nun spielte hier dieser 13-jährige Junge die Musik, welche bei mir zu Hause auf Platten schlummerte. Diese wundervollen Tage sind mir lebhaft im Gedächtnis geblieben.
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Der Islam-Irrtum von Michael Thumann |
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"Ein wichtiges Buch. Nicht auszudenken, das würden auch mal unsere Politiker lesen..." so endet die Buchbesprechung von Rupert Neudeck in der Berliner Zeitung am 7. Juli. Dieses Pauschalurteil am Schluss hätte sich Neudeck sparen können, doch offensichtlich muss er seine Vorurteile pflegen.
Für mich ist ‚Michael Thumann, Der Islam-Irrtum. Europas Angst vor der muslimischen Welt‘ das wichtigste Sachbuch der letzten Wochen.
Als langjähriger Korrespondent der ZEIT waren dem Jounalisten zahlreiche Einblicke in die islamischen Ländern möglich; authentische Beobachtungen über Leben und Politik, welche nicht in den üblichen Berichterstattungen zu finden sind oder vielleicht nicht in unsere Vorstellungswelt von diesen Ländern passen. |
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