Günter Gloser MdB - Staatsminister für Europa

Mein Buchtipp
Fritz J. Raddatz: Nizza, mon amour
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"Nizza, mon amour" heißt der schmale Band. Fritz J. Raddatz hat ihn geschrieben. -- Nein, es ist eine wunderbare Liebeserklärung. -- Am liebsten wollte ich sofort nach Nizza aufbrechen. Gründe hatte ich genug, ist doch Nizza seit 48 Jahren Partnerstadt von Nürnberg.

Raddatz beschreibt die Geschichte der Stadt, blendet die Region mit ein, wirft einen Blick auf den Zufluchtsort vieler deutsche Schriftsteller während der Nazizeit, blickt hinter die Kulissen -- und gibt den einen oder anderen Restauranttipp.

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Fabrizio Gatti, Bilal. Als Illegaler auf dem Weg nach Europa.
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Die Szene ist mir noch gut in Erinnerung. Eine Migrationskonferenz EU-Afrika fand in der libyschen Hauptstadt Tripolis statt. Am späten Nachmittag wurde die Sitzung plötzlich unterbrochen, alle Teilnehmer wurden in das Camp das libyschen Staatschefs Gaddafi gebracht, um dann nach einer Stunde Wartezeit eine, um es etwas vorsichtig auszudrücken, wirre Rede über Migrationsprobleme zu hören. Es schmerzte, wenn er unter anderem davon sprach, "die Europäer seien doch selbst schuld, wenn sie diese Menschen aufnähmen. Sie taugten doch nichts."

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"Frieden in Nahost ist möglich. Deutschland muss Obama stärken"
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In der Schriftenreihe "edition Körber-Stiftung" veröffentlicht AVI PRIMOR, früherer Botschafter Israels in Deutschland einen "Standpunkt". Dieser kommt zur richtigen Zeit, wurden doch gerade indirekte Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern wiederaufgenommen. Der US-Gesandte Mitchell erprobt sich in der Pendeldiplomatie.

Avi Primor wirft einen Blick auf die zahlreichen Friedenspläne und Friedenskonferenzen, auf direkte und indirekte, öffentliche und geheime Verhandlungen. Und dennoch: Frieden im Nahen Osten herrscht keiner, obwohl es doch auf arabischer Seite viel Bewegung gegeben hat. Zurecht richtet er sein Augenmerk auf Syrien.

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Rolf Bauerdick, Wie die Madonna auf den Mond kam
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Die Raumfahrt, der Wettlauf zwischen Russen und Amerikanern Ende der 50er Jahre spielt eine Rolle in dem Roman und die Erkundung (des Mondes). Doch all dies sind Ausflüge der Beteiligten in die Ferne. Ansonsten ist das Romangeschehen aber fest verankert im karpatischem, pardon transmontanischen Boden; ein schillernder Bilderreigen, spannend und witzig zugleich. Aber Bauerndick ruft uns durchaus reales Zeitgeschehen in Erinnerung – die umstürzlerischen Ereignisse sowohl in dem Bergdorf Baia Luna als auch später im ‚Paris des Ostens‘ als vor 20 Jahren die Länder des sowjetischen Imperiums nacheinander implodierten besonders dramatisch im rumänischen Bukarest.

Und vielleicht spinnt Bauerdick die Geschichte ja weiter – von den neunziger Jahren bis heute; am besten so skurril wie im vorliegenden Buch.

DVA , München 2009 ( 521 Seiten, 22.95 €)

 
Bettina Marx, "Gaza: Berichte aus einem Land ohne Hoffnung"
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„Nahost: Frieden in zwei Jahren“ lautete vor kurzem die Überschrift zu einem Artikel über die Initiative des Nahost-Quartett. Das wäre im Interesse der Menschen nur zu wünschen. Seit einem Jahrzehnt dümpeln die Nahost-Friedensgespräche ohne Aussicht auf Erfolg dahin. Zum Leidwesen insbesondere auch der Palästinenser in Gaza-Streifen.

Bettina Marx beschreibt die Situation der dort Lebenden eindringlich.

Das Buch ist bereits 2008 abgeschlossen worden, so dass die jüngsten gewaltsamen Konflikte zwischen Israelis und Hamas keine Berücksichtigung mehr finden konnten. Die Lebenssituation in Gaza war aber auch vor dem Ausbruch dieses Konflikts Ende 2008 schon erbärmlich. Nach den Zerstörungen hat sie sich noch einmal verschlechtert.

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