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Alan Bennett "Die souveräne Leserin" |
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Was für ein Buch! Schon die ersten beiden Seiten sind grandios. So entwickelt die englische Queen durch die Entdeckung des öffentlichen Bücherbusses im Palasthof eine ganz neue Leidenschaft: das Lesen von Büchern. "Ich glaube, ich lese, weil man zu ergründen verpflichtet ist, wie die Menschen sind", lässt Bennett die Queen sagen. Aber lesen Sie selbst über die Auswirkungen der majestätischen Leselust. Sie macht die Lektüre einfach nur zum Vergnügen! Und nicht nur der Inhalt, sondern auch die Aufmachung des Bändchens im roten Leineneinband überzeugt.
Natürlich war damit meine Neugierde auf die früheren Bücher des Autors geweckt. Ich war gespannt auf „Cosi fan tutte“, eine wunderbar schräge Geschichte von einem englischen Ehepaar, das nach einem Opernbesuch noch in Abendkleidung in die völlig leer geräumte Wohnung zurückkehrt. Und die weiteren Bücher von Alan Bennett habe ich mir bereits vorgemerkt.
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David Eggers "Weit gegangen", Verlag Kiepenheuer & Witsch |
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Die Zahl der Konflikte hat nicht abgenommen. Der eine oder andere Konflikt rückt nur in den Vordergrund. Andere werden völlig vergessen, wie die Auseinandersetzung um die Westsahara. Die kriegerischen Konflikte im Sudan sind in den Hintergrund getreten,obwohl sich nichts an der Dramatik für die Menschen verändert hat. Noch vor wenigen Wochen waren es die fürchterlichen Bilder aus dem Ost-Kongo, jetzt sind es die Berichte aus dem Nahen und Mittleren Osten. David Eggers beschreibt eindringlich die Situation der Menschen,intensiver als es Kurzmeldungen können. Die Fernsehbilder sind schrecklich genug, aber das Buch ist nicht nach 90 Sekunden zu Ende, sondern der Leser erfährt über den Konflikt, über das Überleben,über das Sterben,aber auch über die Hoffnung. Jedenfalls ist das Buch aber auch ein Zeugnis dafür,wie es der internationalen Gemeinschaft trotz vieler Anstrengungen nicht gelungen ist, den Krieg im Sudan zu stoppen. |
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John Boyne " Der Junge im gestreiften Pyjama" Fischer-Verlag |
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Das Buch ist schon verfilmt. Im Frühjahr wird der Film in den Kinos laufen. Ich empfehle noch rasch das Buch zu lesen. Ein Buch über zwei Jungen, aber nicht nur. Ja, das Buch ist tief bewegend. Es läßt einen nicht los. - Ich habe es an einem Tag gelesen.
Fischer, S., Verlag GmbH, 272 Seiten
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Tom Rob Smith "Kind 44" |
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Während meines letzten, kurzen Osterurlaubes fesselte mich der Thriller „Kind 44“ von Tom Rob Smith. Die Handlung spielt Anfang der fünfziger Jahre in der Sowjetunion. Stalin herrscht. Der Roman beschreibt auch das menschenverachtende System der Zeit.
© 2008 für die deutsche Ausgabe: DuMont Buchverlag, Köln, 508 Seiten.
Weitere Empfehlungen:
Krimis
Åsa Larsson „Weiße Nacht“
Jan Seghers „Die Braut im Schnee“
Romane
Michael Köhlmeier „Abendland“
John Boyne „Der Junge im gestreiften Pyjama“
Fritz Stern Fünf Deutschland und ein Leben: Erinnerungen
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Khaled Hosseini: Drachenläufer |
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Berlin Verlag, Berlin 2003
„Afghanistan 1975: ein Land im Schatten der Geschichte. In Kabul wächst der zwölfjährige Amir auf, der unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen will, um seinem Vater seine Stärke zu beweisen. Dazu braucht er die Hilfe seines Freundes Hassan. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft, die allen Herausforderungen aus der Nachbarschaft standhält. Bis am Ende des erfolgreichen Wettkampfs diese Freundschaft von Amir auf schreckliche Weise verraten wird. Diese Tat verändert das Leben beider dramatisch, ihre Wege trennen sich, während das Land gleichzeitig seiner Zerstörung entgegengeht. Viele Jahre später kehrt der erwachsene Amir aus dem Ausland in seine Heimatstadt Kabul zurück, um seine Schuld zu tilgen.“
(Quelle: Klappentext)
Mein Fazit
Auch ich habe mich in den Kreis der begeisterten „Fans“ dieses Buches eingereiht. Die darin geschilderten Geschichten aus einem fernen Land, das durch den aktuellen Konflikt immer präsent ist, sind mir sehr nahe gegangen. Das gilt besonders für die enge Freundschaft zwischen Amir und Hassan und deren Ende, aber auch für die dramatischen Veränderungen in diesem Land durch die Taliban.
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