Günter Gloser MdB - Staatsminister für Europa

Parlament
02. September 2008
Staatsminister Gloser weist auf historisches Scheitern der Kreuzzugsbewegung hin

Zur Aussage des CSU-Vorsitzenden Huber, er wolle einen „Kreuzzug“ gegen die LINKE führen, erklärt der Staatsminister für Europa Günter Gloser:

„Als christlicher Politiker sollte Herr Huber wissen, dass seine Vorbilder, die mittelalterlichen Kreuzritter, einstmals kläglich gescheitert sind. Sie haben nichts erreicht, was von Dauer war, aber fürchterliche Opfer unter Freund und Feind verursacht. Mehr noch: Die Kreuzzüge haben bis in unsere Tage das Christentum als moralische Institution diskreditiert. Das ist schwerlich eine Tradition, an die man jetzt wieder anknüpfen sollte. Offenbar nimmt die CSU unter dieser Führung in ihrer Panik in Kauf, unserer politischen Kultur schweren Schaden beizubringen. Daran ändert auch das lauwarme Dementi des Ministerpräsidenten Beckstein nichts, der „Kreuzzug“ sei kein zentraler Begriff im Wahlkampf der CSU. Aber diese Reaktion zeigt wenigstens, dass Beckstein sich beim Treiben seiner Parteifreunde sichtlich unwohl fühlt. Dann sollte er aber Huber & Co. stoppen. Das spräche für ihn.“

 

Postanschrift:
Deutscher Bundestag
11011 Berlin

Besucheranschrift:
Dorotheenstraße 101
Zi. 4721
10117 Berlin

Wahlkreisbüro:
Karl-Bröger-Straße 9
90459 Nürnberg

© Günter Gloser MdB, 2010 :: guenter.gloser@bundestag.de