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Ursula Naumann: Euphrat Queen: eine Expedition ins Paradies |
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„Es ist ein Unternehmen von staunenswürdiger Exzentrik. Zwei eiserne Dampfschiffe, Euphrates und Tigris, werden in England gebaut, auseinander genommen, verschifft, auf dem Landweg zum Oberlauf des Euphrat gebracht und dort wieder zusammengesetzt - was alles leichter gesagt als getan ist. Allein zum Transport des schwersten Dampfkessels braucht man 104 Ochsen und 52 Treiber. Im Mittelpunkt dieser wahren Reisegeschichte stehen zwei Figuren: der Expeditionsleiter Chesney, eine Figur wie aus einem Film von Werner Herzog, besessen, verrückt, cholerisch, romantisch und manchmal von kindlicher Reinheit, und die schöne, gescheite und couragierte Pauline, die sich unterwegs lebhaft für die Lage ihrer orientalischen Geschlechtsgenossinnen interessiert und sich dabei ihrer eigenen Stellung bewusst wird. Mit den Männerkleidern gewinnt sie eine Unabhängigkeit, die sie auch dann bewahrt, als die Konvention sie in Form eines steifen Fischbeinkorsetts wieder einfängt.“ (Quelle: Klappentext) Mein FazitBei „Euphrat Queen“ handelt es sich um eine fesselnde Reiseerzählung, die allerdings auf wahren Begebenheiten beruht und gerade deshalb besondere Neugierde weckt. Die beiden Hauptcharaktere, Chesney und seine Frau Pauline, werden von der Autorin vortrefflich gezeichnet und faszinieren durch ihre - für die damalige Zeit - unkonventionelle Betrachtung der Dinge. Eine spannende Lektüre, die ich empfehle – gerade auch vor dem Hintergrund aktueller politischer Ereignisse in der Region. |
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