Parlament
|
|
| 30. Juni 2009 | Quelle-Kredit: Seehofer leidet an Profilneurose |
|
"Nur mit einer ausgeprägten Profilierungssucht sind die Vorwürfe Seehofers an die Bundesregierung in Sachen Quelle-Kredit zu erklären", meint der Nürnberger Bundestagsabgeordnete und Staatsminister für Europa, Günter Gloser. Seiner Meinung nach ist Seehofers Vorwurf einer „unnötigen Verzögerung durch die Bundesregierung“ nichts als Wahlkampfpulver. Dass Seehofer den eigenen Parteifreund zu Guttenberg nicht schont und gemeinsam mit Peer Steinbrück ins Visier nimmt, beweist, dass der bayerische Ministerpräsident offensichtlich eine Art „Alleinvertretungsanspruch“ für den Erhalt des Unternehmens Quelle geltend machen will. Die Erlanger Bundestagsabgeordnete und frühere Quelle-Betriebsrätin Renate Schmidt spart ebenfalls nicht mit Kritik: "Mit seinen Vorwürfen verlässt Seehofer die gemeinsame Linie. Es geht fraktionsübergreifend darum, die Arbeitsplätze bei Quelle zu erhalten. Dafür musste der richtige Weg gefunden werden. Dieser ist mit dem 50-Millionen-Kredit des Bundes und der Länder Bayern und Sachsen gefunden worden, dieser entscheidende Schritt kann jetzt gegangen werden. Finanzminister Steinbrück hat diese Lösung befürwortet", stellt Renate Schmidt klar. "Damit wird eingelöst, was wir in unseren Solidaritätserklärungen gegenüber den Quelle-Mitarbeitern gefordert hatten, lange bevor Seehofer dieses für die Region Nürnberg so wichtige Problem überhaupt in seiner Brisanz erkannt hatte" betonen die SPD-Abgeordneten. |
|





