Buchtipps
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| 25. Februar 2010 | Matthias Küntzel: Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft |
![]() Seit Monaten beherrscht der Iran die Schlagzeilen. Die Auseinandersetzung um Irans Atomforschung bewegen nicht nur den politischen Westen. Die Wahlen im letzten Jahr verschoben den Fokus auf die Innenpolitik des Landes, insbesondere auf das Regime Ahmadinedschad. Wer einen Einblick in die Beziehungen zwischen Deutschen und Iranern erhalten will, erfährt dies sehr anschaulich in dem Buch von Matthias Küntzel. Ich räume ein, die Intensität – beginnend seit Kaiser Wilhelm II. – war mir so nicht bekannt. Insofern ist es schon sehr lesenswert, wie sich Anfang des letzten Jahrhunderts die Beziehungen entwickelt haben, vor allem, was zu dieser Intensität geführt hat. Das der aktuelle Atomstreit breiten Raum einnimmt, versteht sich von selbst. Küntzel versucht den Finger in die Wunden (deutscher Politik) zu legen. Seine Belege sprechen aus heutiger Sicht für seine Kritik. Doch manche Vorhaltungen gegenüber der deutschen Politik, erscheinen mir zu pauschal. Gelegentlich lassen manche Äußerungen vermuten, der Verfasser wolle noch eine Abrechnung vornehmen. Unabhängig davon ist es ein hochaktuelles Buch. |
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