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| 12. Mai 2010 | Gerd Schmelzer mit der "Roten Luftpumpe" ausgezeichnet |
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Gerd Schmelzer, Chef der Nürnberger Alpha-Gruppe, wurde vom SPD-Ortsverein Muggenhof mit der "Roten Luftpumpe" ausgezeichnet. Schmelzer hat sich in diesem Stadtteil als Sanierer des ehemaligen Triumph-Adler-Geländes große Verdienste erworben. Der frühere Präsident des 1. FCN ist zugleich - wie Günter Gloser in seiner Laudatio betonte - ein großartiger Sponsor der Nürnberger Kulturszene. Das Kindertheater Pfütze hat z.B. in seinem Entwicklungsprojekt Sebalder Höfe ein neues wunderschönes Domizil gefunden. ![]() Von links nach rechts: Johannes Pietruszka (AWO-Vors. Muggenhof), GG, Gerd Schmelzer (Preisträger), Michael Ziegler (Vorsitzender SPD-OV Muggenhof), Liane Gleason (stv. Vors. SPD-OV Muggenhof) Günter Gloser MdB Laudatio anlässlich der Verleihung der „Roten Luftpumpe“ an Gerd Schmelzer am 10.05.10 Liebe Gäste, liebe Freunde, obwohl Gerd Schmelzer ganz im Osten Nürnbergs zu hause ist, schlägt sein Herz hier für den wilden Westen! „Go West“ ist ein gutes Motto für ihn, aber er könnte genauso gut sagen: „I am coming from the Outer West!“ – denn er kommt ja von noch viel weiter westlich her, aus Kettelsdorf, jenem kleinen Nabel der westmittelfränkischen Welt, gleich bei Heilsbronn, wo er aufgewachsen ist. Dort hat er auch die Segnungen des damaligen bayerischen Schulsystems erfahren: Er ist noch in eine Volksschule gegangen, wo jeweils 4 Jahrgänge in einer Klasse zusammengefasst waren. Später ist es dann besser geworden. Auf der Realschule in Heilsbronn hat er dann das vertieft, was er in seinem Elternhaus von Grund auf gelernt hatte: dass man hart arbeiten muss, nicht nur in der Landwirtschaft, dass man zupacken muss, nicht nur in der Schreinerwerkstatt des Vaters, und dass man mit Geld klug umgehen muss. Diese wichtigen Einsichten hat er dann auch als Azubi bei der Raiffeisenbank und später als Student am Georg-Simon-Ohm-Polytechnikum umzusetzen gewusst, wo er dann seinen Betriebswirt gemacht hat. Er hat bald seine erste eigene Firma aufgemacht, indem er den vor der Insolvenz stehenden „Auto-Ley“ gekauft hat, eine auf die Marke Citroen spezialisierte gebraucht- und Neuwagenfirma. Angefangen hat er dort – zusammen mit einem Freund – mit einem einzigen Monteur. Aber bald war diese Firma der renommierte Händler für Citroens – und zwar nicht nur für die legendäre Studenten-„Ente“- in unserem Raum überhaupt. Der Gerd Schmelzer hatte einen „Riecher“ dafür, wie man etwas entwickeln kann. Das ist eine Geschäftsform, die sich selbst erst richtig entwickeln musste. Alte Industriebrachen mit neuem leben erfüllen, mit modernem Stadtumbau verbinden, dem Mittelstand Chancen eröffnen: Das waren die Felder, die Gerd Schmelzer als einer der ersten beackert hat. Wer außer ihm hätte zum Beispiel auf die Idee kommen können, mitten in der Nürnberger Altstadt, unterhalb des Dürer-Hauses, eine alte Gurkenfabrik zu übernehmen, in deren tiefen Kellern noch tonnenweise Gurken lagen, die erst einmal entsorgt werden mussten? Heute gehört dieser Altstadthof unverzichtbar zu Nürnberg, die Felsengänge sind eine Touristenattraktion. Oder: Wer hat sich, nachdem so viele wieder abgesprungen waren, letztendlich getraut, das schwierige Areal des Augustinerhofs zu übernehmen? Und nicht weniger schwierig war die Ausgangssituation in den Sebalder Höfen, die mit Hilfe eines namhaften Architekten sogar zu einem stadtästhetischen Beispiel geworden sind. Und vor allem – und das macht Schmelzer zu unserem Western-Helden! – wer hätte das von Olivetti aufgegebene riesige Triumph-Adler-Gelände sonst übernehmen sollen? Es verdient allen Respekt, was er mit seiner Alpha-Gruppe hier geleistet hat. Es ist ja eine bunte, sich gut ergänzende Mixtur von Gewerbe, Bildung und Sozialeinrichtungen geworden. Dass z.B. die Lebenshilfe hier ihr Quartier gefunden hat, dass die Probebühne des Staatstheaters auf dem Gelände ist – das ist ja nicht selbstverständlich. Dass er auch Sinn für kulturelles Engagement hat, ist nicht erst seiner Lebensgefährtin zu verdanken – das hatte er schon immer im Blut. Das Kinder- und Jugendtheater „Pfütze“ ist dank ihres Domizils in der Kanalstraße berühmt geworden, das Schmelzer günstig zur Verfügung gestellt hatte – und noch viel schöner ist die Pfütze jetzt in den Sebalder Höfen untergebracht. Als Kultursponsor hat sich Schmelzer in vielen Bereichen verdient gemacht – es gibt wohl kaum ein wichtiges Programmheft, in dem nicht auch das Logo der Alpha-Gruppe glänzt. Und dann ist da natürlich auch noch der Sport-Schmelzer: Etwas südlicher läuft jetzt das nächste Entwicklungsprojekt, nämlich der Tilly-Park. Und ich bin mal gespannt, ob die Quelle nicht auch mit Schmelzers Hilfe wieder zum Sprudeln gebracht wird – zumindest die Immobilien und das weitläufige Gelände… Gerd Schmelzer könnte als Beruf eigentlich „Entwicklungshelfer“ angeben. Denn nichts anderes hat er bei uns in Nürnberg getan – und damit verhindert, dass hier hässliche Industriebrachen entstanden sind. Lieber Gerd Schmelzer, aus der roten Luftpumpe kommt keineswegs nur heiße Luft. Vielmehr hast Du mit der heißen Luft Reifen wieder zum Rollen gebracht! Auf Deine Initiativen hin wurden Industriebrachen wieder belebt. Risiken bist Du auch eingegangen. Aber Dein Ziel war nie die Spekulation, sondern Du wolltest etwas für die Realwirtschaft tun, Arbeitsplätze schaffen, Leute zusammenbringen, Stadtteile wieder mit Leben erfüllen. Und dafür gibt es die Rote Luftpumpe als Anerkennung. Viel Glück und viel Erfolg bei Deinem weiteren Engagement! Vielen Dank! |
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