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"Frieden in Nahost ist möglich. Deutschland muss Obama stärken" |
![]() In der Schriftenreihe "edition Körber-Stiftung" veröffentlicht AVI PRIMOR, früherer Botschafter Israels in Deutschland einen "Standpunkt". Dieser kommt zur richtigen Zeit, wurden doch gerade indirekte Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern wiederaufgenommen. Der US-Gesandte Mitchell erprobt sich in der Pendeldiplomatie. Avi Primor wirft einen Blick auf die zahlreichen Friedenspläne und Friedenskonferenzen, auf direkte und indirekte, öffentliche und geheime Verhandlungen. Und dennoch: Frieden im Nahen Osten herrscht keiner, obwohl es doch auf arabischer Seite viel Bewegung gegeben hat. Zurecht richtet er sein Augenmerk auf Syrien. "Für Israel bedeutet erst der Frieden mit Syrien das wahre Ende des Kriegszustands". Dabei rückt Primor auch einige Tatsachen gegenüber Syrien zurecht. "Amerika allein gelingt es nicht", überschreibt Primor ein Kapitel. Deshalb brauchen die USA Unterstützung seitens der EU, insbesondere Deutschland. Dies liegt auch im ureigensten Interesse der Europäer. Sofern es eine Vereinbarung im Nahen Osten gibt und diese seitens der israelischen Öffentlichkeit Unterstützung finden will, sollte nach Primor eine von Europa geleitete internationale Truppe im Westjordanland stationiert werden. Unvorstellbar?! Erinnern wir uns noch, welche Diskussion es in Deutschland zur Absicherung des Waffenstillstandes zwischen Israel und Libanon gegeben hat. Die deutsche Beteiligung erfolgte im Rahmen eines UN-Mandats seeseitig. Deutschland hat immer wieder die besondere Beziehung zu Israel betont. Aber haben wir nicht auch Mitverantwortung für eine dauerhafte Friedensorgnung im Nahen Osten? Insofern sollten die derzeit stattfindenden Friedensgespräche durch begleitende Aktivitäten der EU unterstützt werden: Und am Ende wird Primors Vorschlag ernsthaft in Erwägung zu ziehen sein. Edition Körber Stiftung (93 Seiten, 10,00 Euro) |
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