Günter Gloser MdB - Staatsminister für Europa

Wahlkreis
07. Februar 2011
Gereimtes Grußwort beim Landfrauentag

Obwohl man sich auf viele Sachen
leider keinen Reim kann machen,
will ich, wie schon in frühern Zeiten,
mein Grußwort heut in Verse kleiden.

Der Fasching tobt an allen Orten,
doch ich geh zu den besten Torten!
Die gibt es beim Landfrauentag,
weshalb jeder gern kommen mag.

Die Schwarzen streiten jetzt um Quoten,
die gibt’s schon lange bei uns Roten,
in Unternehmen fehlt’s an Frauen,
doch hier muss man nach Männern schauen.
Im Landwirtschaftsbetrieb schon immer
steh‘n ihren Mann die Frauenzimmer!

Man nahm im Mittelalter an,
dass nur `ne Frau Gift mischen kann.
Die Hexen mischten dann o weh
Arsenik gern in den Kaffee,
damit sie ihren Ehemann
beerben und loswerden kann!
Doch heutzutage, da schau hin,
da mischen Männer Dioxin
in Futtermittel, was ganz schlimm.
Nicht nur ein Ehemann nimmt schaden,
wir alle werden da verbraten!
Die Eier vieler deutscher Bauern
waren verseucht nicht zu verkaufen.
Für viele war’s zum Haare raufen.
Auch Hähnchen waren, es ist wahr,
durch Giftmischerei nicht genießbar!
Den Landwirten, die so betrogen,
muss man jetzt helfen, ungelogen!
Frau Aigner steht hier in der Pflicht.
Die Politik, sie bleibt gewogen,
den Bauern, die man ausgezogen!
Der Schadensausgleich ist begründet,
und die Ilse muss jetzt schauen,
dass der Verbraucher sein Vertrauen
in Lebensmittel wiederfindet!

Ich frage Euch, Ihr Menschenkinder,
was haben wir jetzt bloß für Winter?
Der letzte hat mit Eisesschauern
schon kalt erwischt unsere Bauern,
und heuer haben wir – o je! –
schon wieder zu viel Eis und Schnee!
Selbst Wintergemüse will im Freien
leider gar nicht gut gedeihen!
Es wäre doch für uns ein Grausen,
das Knoblauchsland ganz einzuhausen,
dass nur noch hinter Glashausmauern
Gemüse wächst bei unsern Bauern.
Im Freiland wächst doch die Natur
am besten biologisch pur!

Im Frühjahr raubten noch dazu
Regen und Hagel uns die Ruh.
Die Nässe mindert den Ertrag,
was niemand von uns wirklich mag.
Dann hat es noch die Hitz gegeben.
Auch damit muss der Bauer leben.
Die Landfraun haben es schon schwer,
stimmt selbst das Klima jetzt nicht mehr!

Ja, ja das Wetter spielt verrückt,
selbst der Tourist ist nicht entzückt.
Der Klimawandel gibt uns zu denken.
Auch wir müssen uns jetzt einschränken,
bei Co2 und andern Gasen,
die wir so in die Luft geblasen!
Und will die Umwelt ganz genesen,
dann müssen Amis und Chinesen
auch ihren Beitrag dazu leisten,
denn die verpesten die Luft am meisten!


Bei aller Freundschaft sei’s gesagt,
dass keiner Genmais bei uns mag
Und warum sollte man denn auch
gentechnisch ändern den Knoblauch?
Damit er noch viel stärker riecht,
wenn’s den Hans zu seiner Gretl ziecht?

Erwähnt sei auch die große Not
der Landwirte mit dem Hundekot.
Wer seine vierbeinigen Racker
hinkacken läßt auf einen Acker,
der sollt - als Strafmaß gut bemessen –
beschissenes Gemüse essen!
Ein Jahr lang reicht, wie ich es meine,
damit er dann nimmt an die Leine,
Dackel, Pinscher Dobermann,
und was sonst alles köteln kann!

Doch lassen wir uns nicht abschrecken
sondern die Kuchen bestens schmecken!
Ihr Landfrauen seid wunderbar!
Und wie schon fast in jedem Winter
wünscht Euch ein gutes neues Jahr
aus Nürnberg-Thon der Glosers Günter!

 

Postanschrift:
Deutscher Bundestag
11011 Berlin

Besucheranschrift:
Konrad-Adenauer-Str. 1 (PLH)
Zi. 7 139
10117 Berlin

Wahlkreisbüro:
Karl-Bröger-Straße 9
90459 Nürnberg

© Günter Gloser MdB, 2012 :: guenter.gloser@bundestag.de