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Zeitoun von David Eggers |
![]() Im French Quarter von New Orleans herrschte wie immer ausgelassene Stimmung, Studenten feierten ihren Abschluss und in einer Kneipe durfte ein Dreizehnjähriger spontan in einer Band mitspielen. Das war im Juli/August 1997 und ich hatte einen Traum erfüllt bekommen: im Rahmen einer dreiwöchigen Einladung der amerikanischen Botschaft konnte ich ein Wochenende in New Orleans verbringen. In der Stadt, in der der wunderbare Film "Big Easy" spielt, in der Stadt des Blues und der Cajun-Musik. Und nun spielte hier dieser 13-jährige Junge die Musik, welche bei mir zu Hause auf Platten schlummerte. Diese wundervollen Tage sind mir lebhaft im Gedächtnis geblieben. Und dann kam der Hurrikan Katrina im Jahr 2005 und verwüstete diese Stadt. Noch heute erinnere ich mich an die Fernsehbilder , insbesondere an die Hilflosigkeit der Helfer. Der Amerikaner Dave Eggers beschreibt das Heranziehen des Hurrikans, die Fehleinschätzungen der Behörden, doch im Mittelpunkt steht die Familie Zeitoun aus Syrien. Der Familienvater, Bauunternehmer Abdulrahman Zeitoun, hat sich als Zuwanderer behauptet und seine Firma ist dank seines Fleißes gut im Geschäft. Wenn er allein mit einem Kanu durch das überflutete New Orleans paddelt, wo er in der Nachbarschaft zu helfen versucht und auf nur noch wenige Menschen stößt, dann erscheint dem Leser das Geschehen irritierend friedlich. Doch die scheinbare Idylle trügt, denn er gerät in die Fänge des Sicherheitsapparates. Nach den traumatischen Ereignissen des 11. September 2001wird er als Syrier, als Muslim, des Terrorismus verdächtigt und weggesperrt. Wie es ausgeht? Unbedingt selbst lesen! Dave Eggers, Zeitoun, 368 Seiten, Kiepenheuer & Witsch |
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